Was kostet Crowdfunding?

Die Kosten für den gesamten Crowdfunding-Prozess lassen sich hier nicht exakt bennen, jedoch ist es möglich, auf die verschiedenen Kostenpositionen einzugehen und einen Größenrahmen zu nennen, um Startups einen ersten Anhaltspunkt zu geben. Im Folgenden stellen wir die drei Phasen des Prozesses sowie die jeweils anfallenden Kostenpositionen dar, nicht zu vergessen, die Provision bzw. Gebühren, die die Crowdfunding Plattformen für erfolgreiche Finanzierungen erheben (alles Angaben ohne Gewähr).

Vorbereitung

Im Rahmen der Vorbereitung eines Crowdfunding muss ein Startup einen Businessplan sowie eine geeignete Präsentation der Geschäftsidee gegenüber der jeweiligen Crowdfunding Plattform ausarbeiten. Hierbei haben Gründer häufig die Schwierigkeit, bei der Erstellung der Unterlagen entweder nicht über ausreichend Zeit oder Knowhow zu Verfügen. Oft müssen die Ressourcen in die Produktentwicklung gesteckt werden und Buisnessplan, die Präsentation des Geschäftsmodells sowie die Recherche und gründliche Auswahl inklusive Ansprache der Crowdfunding Plattformen wird lange vernachlässigt.
Die Vorbereitung eines Crowdfundings kann also, abhängig von den Eigenleistungen, die ein Gründerteam in der Lage bzw. bereit ist, selbst zu erbringen, in der Summe zwischen ca. 5.000 bis zu 15.000 EUR kosten.In dieser Phase können Gründer bspw. einen Beratungszuschuss von bis zu 4.500 EUR von der KfW Bank erhalten – sprechen Sie uns an, als registrierte KfW Gründercoaches sind wir diesbezüglich Ihr kompetenter Partner.

Durchführung

Im Rahmen der Durchführung des Crowdfundings, also unmittelbar vor bzw. nach Vorstellung des Startups durch die ausgewählte Crowdfunding Plattform, muss auch das Gründerteam einen kommunikativen Beitrag leisten, um potentielle Investoren zu erreichen und von einem eventuellen Investment zu überzeugen. Die Kommunikationsmöglichkeiten hängen von vielen Faktoren ab, z.B. vom Netzwerk der Gründer sowie letztlich auch vom Budget des Startup.
  • Kommunikation des Angebotes über das eigene Netzwerk bzw. Multiplikatoren
  • Nutzen der Social Media für eine Reichweitenmaximierung
  • Aktives Suchmaschinenmarketing (SEM, SEO Maßnahmen)
Genaue Angaben lassen sich hier nicht treffen. Es kann aber nicht schaden, wenn für die kommunikative Begleitung der Fundingphase ein Budget von 500 bis 3.000 EUR bereitgestellt werden kann. Selbst ein Fotoshooting oder das erstellen von Infografiken kann schnell ein paar Hunderter kosten.

Nachbereitung

Glückwunsch! Das Investment ist geglückt, die Crowd hat ausreichend Geld bereitgestellt. Jetzt fängt ein Teil der Arbeit aber erst an. Zu den Aufgaben in der Phase der Nachbereitung des Crowdfundings gehört das sog. Reporting und Investor Relationsship Management. Die Investoren sind „highly involved“ und haben eine entsprechende Anspruchshaltung ggü. dem Startup, welcher kommunikativ begegnet werden muss, z.B. durch…
  • ein Event, ein Dankeschön für das Vertrauen und das zur Verfügung gestellte Kapital (je nach Ausgestaltung zwischen 500 – 2.000 EUR)
  • ein regelmäßiges Reporting, welches detailliert über die Entwicklung des Unternehmens berichtet
  • ggf. eine außerordentliche Prämienausschüttung bzw. Incentivierung (z.B. Preisnachlass auf das eigene Angebot für Investoren > führt zu sinkenden Deckungsbeiträgen bzw. indirekten Kosten).
Wenn das Gründerteam die Aufgaben des Investor Relationship Managements nicht selbst übernehmen möchte oder kann, muss gerade in der Anfangsphase mit einem personellen Auffand von 2 – 4 Manntagen / Monat eines externen Mitarbeiters und damit verbundenen 500 – 1.500 EUR, zumindest für die ersten Monate rechnen.

Provision

Die gängigen Crowdfunding Plattformen erheben, abhängig von der Höhe des Investments bzw. deren erzielter Summe eine Art Vermittlungsprovision in Höhe von 3 – 10 %, zzgl. eventuell anfallender Folgekosten z.B. für eine personelle Begleitung des Startups in der Entwicklungsphase durch einen Mitarbeiter oder Partner des jeweiligen Anbieters. Im Einzelfall können die unmittelbaren Kostens des Crowdfundings so bis zu 15 % der Investmentsumme betragen. Die Kosten werden i.d.R. unmittelbar von dem auszuschüttenden Betrag abgezogen.

Jedes Gründerteam muss sich also darüber im Klaren sein, dass das, durch die zahlreichen privaten Investoren getätigte Investment, nicht in vollem Umfang für die Unternehmensentwicklung zur Verfügung steht. Die Gesamtkosten können je nach Höhe der geplanten Investmentsumme und Umfang der Eigenleistungen 25 – 40 % des akquirierten Kapitals betragen.

Anschrift

Crowdfunding-Berater.de
c/o Marc Rosenfeld
Pfalzburger Str. 50
D-10717 Berlin

Kontakt

Tel.: +49 (0) 30 / 609 85 39 71
Fax: +49 (0) 30 / 609 85 39 79

Mail: info(at)crowdfunding-berater.de

Social Media Profile